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Baustoffe Trümper GmbH

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Fundamente – ein Überblick über die Gründungsarten

Ein Haus braucht ein richtiges Fundament, sonst sind früher oder später erhebliche Schäden vorhersehbar. Die Wände bekommen Risse und im schlimmsten Fall wird das Gebäude unbewohnbar oder fällt zusammen. Das Fundament ist also der Grundstock, auf dem alles aufbaut, daran sollte also nicht gespart werden.

In der Praxis werden Tiefgründungen und Flachgründungen unterschieden, wobei beim Hausbau eher die Flachgründungen zum Einsatz kommen. Bei Tiefgründungen handelt es sich zum Beispiel um Pfähle, die bis zu einer tragenden Bodenschicht in den Boden gerammt werden. Solche Pfähle werden bei größeren und damit schwereren Gebäuden benötigt. Bei den Flachgründungen müssen Streifenfundamente, Punktfundamente und Fundamentplatten unterschieden werden. Für den Bauherrn sichtbar bleibt jedoch in allen Fällen eine geschlossene Betonplatte. Dass der Kellerboden aus gestampftem Lehm besteht, ist heutzutage kaum noch denkbar. Durch die Bodenplatte wird das Eindringen von Feuchtigkeit verhindert, zudem spielt die Wärmedämmung eine große Rolle.

Ob jetzt Streifenfundamente, Punktfundamente oder ein Plattenfundament zum Einsatz kommen, hängt zum einen von den Bodenverhältnissen und zum anderen auch von den Belastungen ab. Punktfundamente werden zum Beispiel dort vorgesehen, wo große Einzellasten (zum Beispiel durch Pfeiler oder Stützen) abgetragen werden müssen. Stehen mehrere Einzellasten in einer Reihe, können die Kräfte auch durch ein Streifenfundament abgefangen werden. Ansonsten kommen Streifenfundamente noch unter tragenden Wänden zum Einsatz. Die Fundamente sind etwa doppelt so breit wie die Wand und reichen mindestens 80 cm in den Boden hinein. Die genaue Größe der Fundamente und die Lage der Bewehrungseisen zu berechnen, ist Aufgabe des Statikers. Dessen Vorgaben sollten dann auch möglichst genau eingehalten werden, schließlich ist das Fundament der Grundstock des Hauses.

Am einfachsten herzustellen sind Fundamentplatten, weil der Boden nur in einer Höhe ausgekoffert werden muss. Es müssen keine Gräben oder Löcher gegraben werden, wie es beim Streifenfundament oder Punktfundament der Fall ist. Wohl auch deshalb sind Fundamentplatten heutzutage die beliebteste Gründungsart. Solch eine Fundamentplatte kann eine Stärke von über 30 cm haben. Werden Streifenfundamente mit einer Betonplatte überdeckt, muss diese nicht ganz so dick sein, weil sie keine statische Aufgabe hat. Wird die Bodenplatte aus einem wasserundurchlässigen Beton gegossen, muss sie mindestens 25 cm dick sein. Wasserundurchlässig bedeutet allerdings nicht, dass überhaupt keine Feuchtigkeit durch den Beton wandert. Es müssen also noch Abdichtungsmaßnahmen getroffen werden.

Ganz gleich, um welche Gründungsart es sich handelt, die Fundamente müssen auf jeden Fall frostfrei ausgeführt werden. Das bedeutet im Flachland, dass sie mindestens 80 cm tief eingegraben werden müssen. Geht es in die Berge, wandert der frostfreie Bereich tiefer ins Erdreich hinein, dementsprechend müssen auch die Fundamente daran angepasst werden. Wird das Haus ohne Keller ausgeführt, wird das mitunter zu einem Problem, denn dann müsste man zum Betreten des Hauses erst ein paar Stufen runter zur Haustür laufen. Um das zu umgehen, wird in der Praxis häufig eine umlaufende Frostschürze bzw. ein umlaufendes Streifenfundament vorgesehen.

Eine vollflächige Dämmung von unten wird auf jeden Fall notwendig, wenn das Haus ohne Keller gebaut wird. Aber auch bei einem Kellerbau ist es ratsam, eine Dämmung der Bodenplatte vorzunehmen. Im Handel gibt es bereits fertige Systeme, bei denen teilweise sogar eine Fußbodenheizung mit integriert ist. Damit lassen sich dann zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Auf einen zusätzlichen Heizestrich kann dann nämlich verzichtet werden. Damit die Feuchtigkeit nicht ungehindert in die Bodenplatte hochsteigen kann, ist auf jeden Fall eine kapillarbrechende Schicht notwendig. Diese verhindert, dass es durch den Frost-Tau-Wechsel zu Untergrundbewegungen kommt. 

Auf der kapillarbrechenden Schicht wird in der Regel eine Sauberkeitsschicht aus Magerbeton gegossen. Diese muss lediglich etwa fünf Zentimeter stark sein. Auf die Sauberkeitsschicht folgt dann die Dämmung. Diese muss feuchtigkeitsunempflindlich und äußerst druckfest sein. In der Praxis kommen daher häufig XPS-Platten zum Einsatz. Die Bodenplatte kann auch nachträglich von oben gedämmt werden. Hier eignen sich dann auch Dämmstoffe wie Mineralwolle oder herkömmliche Hartschaumplatten. Zusätzliche Sicherheit vor Feuchteintrag gewährleisten Folien aus PE oder PVC. Auf diesen ganzen Aufbau kann bei der Verwendung von Glasschaum-Granulat verzichtet werden. Das Granulat wirkt kapillarbrechend und dämmend. Die Bodenplatte kann also direkt darauf gegossen werden. Auf der Bodenplatte werden dann die Mauern hochgezogen oder ein Fertighaus errichtet. Manchmal muss noch eine Folie über der Bodenplatte verlegt werden, um zu verhindern, dass Restfeuchtigkeit aus dem Beton nach oben steigt.

Quelle: EUROBAUSTOFF; Foto: fotografen-online.de